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Arbeitszeiten und Arbeitspläne

1 Arbeitszeitberechnung

PIPEFAB verfügt über die Möglichkeit, aus der Geometrie des Rohres die für die Anfertigung – und bedingt auch für die Montage – erforderliche Arbeitszeit auf unterschiedlichen Arbeitsplätzen zu berechnen.

Die Zeitberechnung von PIPEFAB erfolgt auf der Basis von Stammdaten, die – kombiniert mit Parametern aus der Geometrie – zu Einzelzeiten pro Arbeitsschritt kommt.

Die Berechnung der Vorgabezeiten wird mit einem Zeitprozessor durchgeführt, der mit Hilfe eines Stammarbeitsplans und dem zugehörigen Parametersatz alle Arbeitsgänge zum Fertigungsarbeitsplan ermittelt.

Die Abarbeitung der Datenstruktur geschieht in mehreren Schritten und führt zu der Datenstruktur der Arbeitspläne. Jeder Stammarbeitsplan führt mit seinem Zusammenhang zu einem Fertigungsarbeitsplan.

Die Arbeitszeitbestimmung von PIPEFAB ist sehr flexibel und individuell konfigurierbar. Daher ist die genaue Kenntnis der Datenstruktur und ihrer Bedeutung für den Katalogverwalter von entscheidender Bedeutung.

Die Datengrundlage für den Zeitprozessor ist im Arbeitskatalog hinterlegt. Diese Datengrundlage bestimmt einerseits den Berechnungsalgorithmus unter Zuhilfenahme der aktuellen Parameter und enthält andererseits die Arbeitspläne und Tabellen der Zeitdaten aus der empirischen Ermittlung der Arbeitszeiten aus der Praxis.

Die Funktionalität der internen Referenzierungen erfolgt „lose“ über eingegebenen Namen (Strings). Bei der Pflege der Daten im Arbeitskatalog und im Teilekatalog erfolgt im Allgemeinen keine Referenzierungsprüfung, da die Arbeitszeitberechnung über unterschiedliche Fertigungsstätten hinweg funktionieren muss.

Wichtig:

Das Einheitensystem von PIPEFAB sind metrische SI-Einheiten bzw. ihre in der Praxis gebräuchlichen Untereinheiten:

Länge               [mm]

Arbeitszeit       [h]

Gewicht           [kg]

Volumen          [l]

Währung           aktuelle Landeswährung des Anwenders

Nach jeder Katalogänderung empfehlen wir eingehende Tests bezüglich der daraus resultierenden PIPEFAB-Ergebnisse.

Das Berechnungsmodell ist so aufgebaut, dass aus der Isometrie die Arbeitszeit aus Fähigkeit jeder beliebigen in PIPEFAB definierten Fertigungsstätte berechnet werden kann.

Dazu wird die Isometrie pro Fertigungseinheit analysiert und daraus eine Liste von sogenannten Systemarbeitsplänen erzeugt.

Die Systemarbeitspläne haben feste mnemonische Namen, auf die in der weiteren Bearbeitung referenziert wird. Jedem der Systemarbeitspläne wird ein Satz von Parametern mitgegeben, die sich entweder aus den Abmessungen im Rohrkatalog oder aus der Konstruktionsgeometrie der Isometrie ergeben. Der Satz der Parameter pro Systemarbeitsplan ist fest vorgegeben.

Die Systemarbeitspläne mit ihren Parametern werden optional bei den Ergebnissen der Isometrie in der Datenbank zu Inspektionszwecken gespeichert.

Ergänzt werden die automatisch erzeugten Systemarbeitspläne durch manuelle Eingaben in der Isometrie und durch Angaben zu Arbeitsplänen in den Einträgen des Rohrkataloges.

Die Liste der aus der Fertigungseinheit erzeugten Systemarbeitspläne heißt „Primärarbeitsplan“ und wird durch den Primärzeitprozessor generiert. Der Primärarbeitsplan kann Fertigungsstätten neutral gestaltet sein, solange nicht durch Regel-Dateien auf bestimmte Maschinen verwiesen wird.

Aus dem Primärarbeitsplan rechnet der Sekundärzeitprozessor mit Hilfe des Arbeitskataloges den Fertigungsstätten spezifischen Sekundärarbeitsplan. Dazu muss auch der Arbeitskatalog pro Fertigungsstätte spezifisch definiert werden.

Der Sekundärarbeitsplan enthält alle Arbeiten und Arbeitszeiten und auf welchen Arbeitsplätzen sie auszuführen sind.

Ein nachgeschalteter Sorter sortiert die Arbeiten pro Isometrie oder Fertigungslos auf den Arbeitsplätzen zusammen und summiert die Arbeitszeiten entsprechend auf. Der Sorter bringt die Arbeitsplätze dann in die ablaufende Reihenfolge. Diese Reihenfolge entspricht aber lediglich abstrakt der Realität der einzelnen Fertigungseinheit, da es sich beim Fertigungsarbeitsplan um Summendaten für einen bestimmten Zusammenhang (Isometrie oder Fertigungslos) handelt.

2 Primärarbeitsplan

Der Primärarbeitsplan ergibt sich aus automatisch erzeugten Systemarbeitsplänen und Arbeitsplänen, die bei den Katalogeinträgen definiert sind. Demnach, sind herfür die Einträge in den Katalogen relevant.

Auszug aus einem Beispiel Katalog!

Im vorliegenden Fall kommt an dieser Stelle die Ergänzung TUBE_SST hinzu. Im Feld „Arbeitsplan 2.“ kann ein alternativer Eintrag für zweitvorkommen gespeichert werden. Diese Begriffe werden mit den Namen der automatisch generierten Systemarbeitspläne kombiniert.

Das Feld „Arbeitsplan Komponente“ wird direkt ohne Kombination übernommen. Für Rohre wird der Arbeitsplan in der Vorfertigung verwendet, für Komponenten kommt dieser Arbeitsplan in die Endfertigung.

3 Sekundärarbeitsplan

Im Sekundärarbeitsplan werden die Ergebnisse abhängig von der Fertigungsstätte berechnet. Zur Berechnung wird dann auch der Arbeitskatalog der Fertigungsstätte verwendet. Das u.a. Beispiel zeigt das grundsätzliche Arbeitsprinzip.

3.1 Aufbau des Arbeitskatalogs

Grundsätzlich ist der Arbeitskatalog für die Ermittlung der Arbeitszeiten in drei Stufen aufgebaut.

Die oberste Stufe enthält die Kopfdaten der Stammarbeitspläne.

Die zweite Stufe enthält die Beschreibung der Berechnungsvorschriften als Arbeitsgang.

Die dritte Stufe enthält die Zeit-Tabellen mit den Arbeitszeiten in Abhängigkeit von den Parametern des Primärarbeitsplans.

Zur obersten Stufe gehört noch für jeden Arbeitsplan die Auflistung der Arbeitsgänge. Hier werden die Einträge der zweiten Stufe, die Berechnungsvorschriften unter Angabe des ausführenden Arbeitsplatzes referenziert. Ein weiterer Teil des Arbeitskatalogs ist die Definition der Arbeitsplätze.

3.2 Berechnung der Ergebnisse des Arbeitsplans

Beispiel Ablauf für „FLA_ST:WLD“:


Für den Arbeitsplan „FLA_ST:WLD“ werden zwei Arbeitsschritte ausgeführt:

Das Schweißen auf dem Schweißarbeitsplatz (WELD, WELD_FLANGE)
Das Montieren und Heften auf dem manuellen Arbeitsplatz (MAN, ASS_TACK_FLANGE)

3.3 Primärarbeitspläne aus der Isometrie

3.4 Systemarbeitspläne

Die Systemarbeitspläne werden durch den Primärzeitprozessor aus der Isometrie erzeugt. Sofern sie nicht durch eine spezielle Maschinenauswahl aus den Stammdaten übernommen werden, entstehen die dargestellten fest einprogrammierten Namen für die Tätigkeit.

Systemarbeitspläne Systemarbeitspläne Systemarbeitspläne Systemarbeitspläne Systemarbeitspläne Systemarbeitspläne Systemarbeitspläne Systemarbeitspläne Systemarbeitspläne Systemarbeitspläne Systemarbeitspläne Systemarbeitspläne Systemarbeitspläne
Begrifflichkeiten
AbkürzungBeschreibung
POPPiece Of Pipe: Zuschnittsteil eines Rohres.
FEFertigungseinheit: Rohr von Flansch zu Flansch.
BND (POP)Bend: Biegen des Rohres
BCW 1  Bend Cut Weld: Auftrennen am Ende durch unterschreiten der Ein- bzw. Ausspannlänge (mit bzw. ohne Flansch), Parameter des Rohrhalbzeugs
BCW 2  Bend Cut Weld: Auftrennen in der Mitte und zusammenfügen durch Unterschreiten der Zwischenspannlänge Parameter des Rohrhalbzeugs
SOBRW SetOn Branch Weld: Schweißen des Stutzens, der von einem Basisrohr abgeht. Parameter des Rohres
Anwendung: Zeiten für Stutzen-Bewertung
SOBRWGSetOn Branch Weld General: statt SOBRW, wenn Stutzen nicht gerade ist. Parameter des Rohres
Anwendung: Zeiten für Stutzen-Bewertung
NEBO, SOBONecking Bore, SetOn Bore: Arbeitspläne zur Herstellung des Loches im Hauptrohr für Aushalsung und Ausbrand, wenn an der Abzweigkomponente nichts eingetragen ist
NEBRWNecking Branch Weld: Schweißen des Abzweigrohres (immer 90°)
SOPEN, SOPENGSetOn Penetration: Herstellung der Schmiege am Abzweigrohr für 90° (SetOn Penetration General)  oder allgemeinen Abzweigwinkel
CUT, CUTS, CUTB, CUTBFCut: Zuschnitt als CUTS (Sägen), CUTB (Brennen) und CUTBF (Brennen mit Fase) über Flanschlogik oder als Eintrag in DB-Feld CUT wenn vorhanden. (CUT ist nur für Altübernahmen gültig)
ELC (FE)Elbow Cut: Plan für durchgeschnittene Bögen (1 bis 89 Grad) Parameter der Katalogkomponente
FEHEAD (FE)Systemarbeitsplan, der für jede Fertigungseinheit einmal ausgegeben wird. Darüber sind allgemeine Arbeiten, wie z.B. Bereitstellung etc. zu steuern.
FLAB (FE)Flange On Board: Beflanschung lose beigelegter Flansche z.B. auf der Baustelle. Ausgelöst durch die Komponenteneingenschaft „lose Beigelegt“ im Rohrtyp „Passrohr+“
FLAH (FE)Flange by Hand: Wenn beim Flansch kein Arbeitsplan explizit angegeben ist.
WLD (FE)Weld: Schweißung zwischen Komponente (Nicht Flansch) und Rohr Wenn die Rohrlänge mind. 1.0 ist statt WLD für Rohre mit Schweißungsvorbereitung (Fase)
WLDVWeld V: Schweißung mit V-Naht
WLDCC (FE)  Weld Components: Schweißnaht zwischen Komponente und Komponente, wenn keine Verbindungsarbeiten an der Anschlusskompatibilität angegeben ist und kein Arbeitsplan für die angeschlossene Komponente vorhanden ist.
WLDL (FE)  Weld: Schweißnaht einer Komponente bei lose beigelegten Teilen. Siehe auch FLAB
PT (FE)Muffe zusammenfügen Parameter der Katalogkomponente

3.5 Beispiel, Berechnung der Arbeitszeit

3.6 Arbeitskatalog

3.6.1 Arbeitsplatzdefinition

Zur Erstellung eines neuen Arbeitskatalogs ist es zu empfehlen, zunächst eine Zeichnung des eigenen Werkstatt-Layouts anzufertigen. Aus dieser Zeichnung gehen einerseits die zu behandelnden Arbeitsplätze hervor und andererseits bietet sie eine gute Hilfe zur Festlegung der Arbeitsreihenfolge für die Ausgabe der Leitwege.

Die Arbeitsplätze des Werkstatt-Layouts werden in die PIPEFAB-Datenbank eingetragen.

Arbeitsplatzdefinition
Spaltenauswahl
NameBeschreibung
ArbeitsplatznameName des Arbeitsplatzes
KurznameKurzname für den Arbeitsplatz zur Signierung des Leitwegs auf den Rohrzuschnitt
BenennungKlartextbenennung
Benennung (int.)Klartextbenennung für internationale Darstellung
KostenstelleAngabe der Kostenstelle zur Kommunikation mit einem ERP-System
StundensatzMonetärer Stundensatz für die HK1-Kalkulation
ArbeitsplatznummerAngabe der Arbeitsplatznummer zur Kommunikation mit einem ERP-System
Ist PufferPlatz im Leitweg ohne Arbeitszeit
SchichtkapazitätKapazität in Fertigungsstunden pro Schicht
PilotentypPIPEFAB-Pilot, mit dem dieser kalkulatorische Arbeitsplatz visualisiert wird.
RüstarbeitsplanArbeitsplan, der zum Rüsten ausgeführt wird
RüstparameterBei einer Wertänderung der markierten Parameter an diesem Arbeitsplatz erfolgt der Aufruf des Rüstarbeitsplans dieses Arbeitsplatzes. Sind keine Rüstparameter markiert, wird keine Rüstung ausgeführt.

Durch einen Rechtsklick, lässt sich das Kontextmenü öffnen.

Und im Nachhinein dann ein neuer Arbeitsplatz hinzufügen.

Kopfdaten Monetäre Daten Arbeitsfluss/Leitweg Zeitkalkulation und Planung
Kopfdaten
NameBeschreibung
ArbeitsplatznameName des Arbeitsplatzes
Benennung (Inland)Bennenung im Inland
Benennung (International)Bennenung International
KostenstelleAngabe der Kostenstelle zur Kommunikation mit einem ERP-System
ArbeitsplatznummerArbeitsplatznummer
KurznameAbgekürzter Name des Arbeitsplatzes
Monetäre Daten
NameBeschreibung
Stundensatz [€/h]Berechneter Arbeitskostensatz pro Stunde
Arbeitsfluss/Leitweg
NameBeschreibung
PilotentypArt des Piloten für diese Arbeit
Zeitkalkulation und Planung
NameBeschreibung
SchichtkapazitätMaximale Schichtgröße
RüstarbeitsplanArt der Aufrüstung
RüstparameterParameter/ welche Sachen werden aufgerüstet

3.6.2 Stammdaten für Zeitberechnung

Die Stammdaten für die Zeitberechnung teilen sich in drei Formulare.

3.6.2.1 Stammarbeitspläne

Arbeitsgangkopfdaten und zugeordnete Arbeitsgänge pro Arbeitsplatz.

Arbeitspläne Arbeitspläne
Spaltenauswahl
NameBeschreibung
ArbeitsplannameName des Arbeitsplans.
Korrekturfaktor 1Faktor, mit dem die ermittelte Arbeitszeit anschließend multipliziert wird. Dieser Korrekturfaktor gilt für alle Vorkommen dieses Arbeitsplanes.
Korrekturfaktor 2Hier wird ein numerischer Korrekturfaktor eingetragen, der sich nur auf die sog. Zweitvorkommen bezieht, d.h. alle gleichen Arbeitspläne außer dem ersten werden zusätzlich mit diesem Korrekturfaktor multipliziert.
Erzeugt durchName des Erstellers.
ErzeugungsdatumDatum der Erstellung des Arbeitsplanes.
BeschreibungInterne Klartextbeschreibung.
Hat angehängte DokumenteDieser Arbeitsgang hat in diesem Arbeitsplan angehängte Dokumente.
Korrekturfaktorname 1Name des ersten Korrekturfaktors.
Korrekturfaktorname 2Name des zweiten Korrekturfaktors.
Mengen-ParameterIn diesem Feld wird festgelegt, welcher aktuelle Parameter aus dem Roharbeitsschritt in der Arbeitszeittabelle für die Spalte Anzahl verwendet wird. Dieses Feld braucht nur ausgefüllt zu werden, wenn explizit ein anderer Parameter als die Anzahl auf das Anzahl-Feld der Arbeitszeiten wirken soll.
PlanformelDie Plan-Formel ermöglicht die Berechnung eines Eingangswertes für den Arbeitsplan, der als Auswahl in der Spalte Plan-Parameter bei den Arbeitsgängen des aktuellen Arbeitsplan herangezogen wird.
A0-ParameterIn diesem Feld wird festgelegt, welcher aktuelle Parameter aus dem Roharbeitsschritt in der Arbeitszeittabelle für die Spalte A0 verwendet wird. In aller Regel ist der Parameter OD (Außendurchmesser).
Arbeitsplatz durch Parameter
Bereich unten
Plan-ParameterErgebnisse der Auswertung des in der Parameterbehandlung eingegebenes Plan-Parameters.
ArbeitsplatzAuswahl des Arbeitsplatzes.
ArbeitsschrittnameName des Arbeitsschrittes
Korrekturfaktor 1Korrektur des Zeitwertes, der nur in diesem Arbeitsplan für diesen Arbeitsgang wirksam ist.
AusgabepfadOrt, an welchem der Arbeitsschritt gespeichert wird
Anwendungstyp
Als PlanDie unter Arbeitsgang eingetragene Arbeit wird als eigenständiger Arbeitsplan behandelt.
Ausgabe bei 0Checkbox, falls eine Ausgabe bei dem Wert null stattfinden soll
Mengen ausgebenCheckbox, falls Mengen ausgegeben werden sollen
PositionAusgabe des Arbeitsschrittes erfolgt im ersten Teil der Fertigungsarbeitspläne (ohne Haken).
Ausgabe des Arbeitsschrittes erfolgt im zweiten Teil der Fertigungsarbeitspläne (mit Haken).
Das gesetzte Positions-Flag sorgt ebenfalls dafür, dass die Ausgabe der Arbeitsschritte separiert auf dem Fertigungsarbeitsplan erfolgt.
Hat angehängte DokumenteDieser Arbeitsgang hat in diesem Arbeitsplan angehängte Dokumente.
Für RüstzeitCheckbox, falls der Arbeitsschritt für die Rüstzeit gelten soll
Anzahl splittenCheckbox, falls die Anzahl am Ende gespalten werden soll
Korrekturfaktorname 1Name des Korrekturfaktors
Korrekturfaktorname 2Name des Korrekturfaktors
Mengen-ParameterIn diesem Feld wird festgelegt, welcher aktuelle Parameter aus dem Roharbeitsschritt in der Arbeitszeittabelle für die Spalte Anzahl verwendet wird. Dieses Feld braucht nur ausgefüllt zu werden, wenn explizit ein anderer Parameter als die Anzahl auf das Anzahl-Feld der Arbeitszeiten wirken soll.
A0-ParameterIn diesem Feld wird festgelegt, welcher aktuelle Parameter aus dem Roharbeitsschritt in der Arbeitszeittabelle für die Spalte A0 verwendet wird. In aller Regel ist der Parameter OD (Außendurchmesser).
BemerkungInterne Klartextbeschreibung.

3.6.3 Stammarbeitsgänge

Die Stammarbeitsgänge sind die arbeitsplatzneutrale Berechnungsanweisung für die Einzeltätigkeit in der Fertigung zur Ermittlung der Arbeitszeit.

Stammarbeitsgänge Stammarbeitsgänge
Spaltenauswahl
Name Beschreibung
ArbeitsgangnameInnerhalb der Fertigungsstätte eindeutiger Name des Arbeitsganges
KorrekturfaktorFaktor, mit dem die ermittelte Arbeitszeit anschließend multipliziert wird. Dieser Korrekturfaktor gilt für alle Vorkommen dieses Arbeitsganges in allen Arbeitsplänen
ZeittabellennameName der Zeilen in der Zeittabelle, die für die Ermittlung dieser Arbeitszeit zu verwenden sind
TexttabellennameName der Zeilen in der Texttabelle, die für die Ermittlung eines Extratextes zu verwenden sind
BerechnungUmgang mit dem Ergebnis, wenn die Leistungsbezugsgröße zwischen zwei Tabellenwerten liegt Unterer Wert, Oberer Wert, Linear Interpolieren
AnzahlflagAnzahlen separieren: Pro Aufkommen wird die Anzahl separiert. Beispiel Biegen: Eine Fertigungseinheit, zwei Zuschnitte mit je 2 Biegungen:
Anzahlflag aus: 4x biegen
Anzahlflag ein: 2x biegen, 2x biegen
ErsetzungsextratextCheckbox, falls es weitere Informationen für Änderungen gibt
KorrekturfaktornameName des Korrekturfaktors
KorrekturfaktornameName des Korrekturfaktors
STLV ExtratextWeitere Informationen für STLV
Bereich unten
ArbeitsplantextText, der im Fertigungsarbeitsplan ausgegeben wird. #(xx) steht für die Ersetzung durch einen Parameter des Primärarbeitsplans
BemerkungInterne Klartextbemerkung
Abmessung verwendenFlag ein: Konstanter Wert aus den Parametern als                 Leistungsbezugsgröße verwenden
Flag aus: Leistungsbezugsgröße durch das Formelfeld berechnen
FormelFormelausdruck zur Berechnung der Leistungsbezugsgröße

3.6.4 Zeittabellen

Die Zeittabellen legen aufgrund der Leistungsbezugsgrößen die Arbeitszeit fest. Eine mögliche Leistungsbezugsgröße könnte der Außendurchmesser eines Rohres sein, mit dem die Arbeitszeit für das Sägen bestimmt wird.

Die Verwendung von Zeittabellen ermöglicht die Transparenz der Arbeitszeitermittlung für den Anwender und für den Werker, so dass genau nachvollziehbar ist, z.B. für welchen Außendurchmesser eines Rohres welche Arbeitszeit für einen Arbeitsgang zur Verfügung steht.

Diese teilen sich in zwei Bereiche ein.

Bei den Zeittabellen aufgrund berechneter Leistungsbezugsgrößen (LBG) wird die LBG zunächst durch das Feld „Formel“ im Arbeitsgang bestimmt.

Hinter diesem Feld steht ein Formelinterpreter, wie er in Tabellenkalkulationsprogrammen ebenfalls üblich ist. Als Formelsymbole sind die im PIPEFAB bekannten Parameter der Primärarbeitspläne verfügbar. Der Interpreter versteht Addition und Subtraktion sowie Multiplikation und Division. Der Ausdruck muss mit üblichen Klammerregeln formuliert werden. Zusätzlich steht ein Satz von mathematischen Funktionen zur Verfügung.

Die Formel muss so formuliert werden, dass immer ein Zahlenwert als Ergebnis herauskommt. Evtl. logische Werte werden als 0 oder 1 erkannt.

3.6.4.1 Zeittabelle für Formeln

Zeittabelle1
Spaltenauswahl
NameBeschreibung
ArbeitszeitnameName der Arbeitszeit.
LBGLeistungsbezugsgrößen.
MengeAnzahl der Durchführungen
Arbeitszeit [h]Länge der Arbeitszeit.
BeschreibungInterne Klartextbeschreibung.

Bei Verwendung der Zeittabelle für konstante Leistungsbezugsgrößen wird der Arbeitszeit-Wert anhand des Namens (Arbeitszeitname), der Abmessung und der Menge bestimmt. Das Feld „Beschreibung“ ist für interne Bemerkungen.

Wenn die Abmessung im Bereich der eingestellten Genauigkeit von PIPEFAB gefunden wird, kommt der eingetragene Tabellenwert direkt zur Anwendung.

Bei Zwischenwerten kann auf den nächstniedrigeren Wert, den nächsthöheren Wert zugegriffen werden oder es wird der Zeitwert linear zwischen den Werten interpoliert.

Welcher Parameter für die Abmessung zu verwenden ist, wird in den Arbeitsplänen festgelegt.

3.6.4.2 Zeittabelle für konstante Abmessungen

Zeittabelle2
Spaltenauswahl
NameBeschreibung
ArbeitszeitnameName der Arbeitszeit.
AbmessungLeistungsbezugsgrößen.
MengeAnzahl der Durchführungen
Arbeitszeit [h]Länge der Arbeitszeit.
BeschreibungInterne Klartextbeschreibung.

3.6.5 Texte

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